...::Die Stadtgeschichte von
Dubrovnik:.
Die
Entstehung der Stadt
verliert sich im trüben
Verlauf der Geschichte,
Legenden verflechten sich
mit historischen Tatsachen,
Niederschriften aus dieser
zeit gibt es nicht. Mit der
Völkerwanderung und den
Richtung Meer vordringenden
Slawen des 7.Jh. beginnt die
belegbare Geschichte der
Stadt. Die Siedler bewohnten
die kleine, heute von den
Altstadtmauern umgebene
Insel Lauza (Rausa), was „Ragusa“,
den alten Namen Dubrovniks,
erklärt. Fast zugleich
(soweit nachweisbar) wurde
am Fuß des Berges Srd in
unmittelbarer Nähe die
Siedlung Dubrava
(„Eichenwald“) gegründet,
was zum einen auf den
einstigen Bewuchs, zum
anderen auf die Herkunft des
Namens Dubrovnik (seit 1918)
verweist.
Beide
Siedlungen schienen zu
kooperieren und auch zu
florieren und entwickelten
sich zusammen rasch zu einer
bedeutenden
Seehandelsstation mit
weitgehender Autonomie unter
byzantinischer Oberhoheit
(8.-10. Jh.). Die Folgen der
drei Jahrhunderte waren von
einem stetigen Streben
Venedigs geprägt, die
prosperierende Metropole auf
der anderen Adriaseite zu
kontrollieren, was aber nur
zeitweilig (1205-1358
gelang. Nach dem Frieden von
Zadar blieb Ragusa von 1358
bis 1526 unabhängige
Freistadt unter nominell
kroatisch-ungarischer
Oberhoheit.
In der Zeit
vom 14. bis zum frühen
17.Jh. erfolgte die größte
Blüte und weiteste
geografische Ausdehnung der
Republik Ragusa: die
Halbinsel Peljesac, die
Insel Lastovo und Mlejt und
der Küstenstreifen gut 50
Kilometer nördlich und
südlich von Ragusa gehörten
zum freien Staatsgebiet,
während Restdalmatien wie
auch Cattaro (heutige
montenegrinische Küste
südlich der kroatischen
Grenze) an Venedig viel. So
entwickelten sich Freigeist
und kulturelle
Eigenständigkeit inmitten
des italo-venezianischen
geprägten Territoriums. Im
16. Jh. gab es diplomatische
Vertretungen in allen Herren
Länder sowie wichtige
Friedensabkommen mit den
Türken, die große teile
Südosteuropas besetzten oder
bedrohten.
Während aber
die frühe Neuzeit eine
Forcierung des
interkontinentalen
Seehandels (Seewege nach
Amerika und Asien) für die
führenden Nationen mit sich
brachte, schlief der
Seehandel der Ragusa
allmählich ein.
Einhergehende mit dem
finanziell belastenden
Erdbeben von 1667, welches
weite teile der Stadt
zerstörte, kam es zu einem
drastischen Niedergang im17.
und 18.Jh. Eine
Verwahrlosung und das
„Lotterleben“ des Adels auch
pest und Stadtbrände hatten
schon zuvor ihr Übriges
getan.
Somit war die
Festung Ragusa für die
Truppen Napoleon Bonapartes,
der die Republik Ragusa 1808
auflöste, leicht zu erobern.
Mit seinem Abgesang (Wiener
Kongress 1815) begann die
Habsburger Phase, während
derer zwar ein früher
Tourismus unter dem neuen
Namen „Dubrovnik“ einsetzte,
Wirtschaft und Handel jedoch
nach Rijeka verlagert
wurden.
Nach dem
zweiten Weltkrieg und mit
der Suche europäischer
Reisender nach malerischen,
historischen authentischen
Zielen setzte im
sozialistischen Jugoslawien
ein Boom ein, der – trotz
aller Malaisen währende des
Bürgerkrieges – bis heute
ungebrochen andauert. Eine
Autofreie Altstadt, ein
naher Flughafen sowie ein
breites Angebot an
touristischer Infrastruktur
machen Dubrovnik zu einem
lohnenswertesten Reiseziel
in Süddalmatien.
|