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Die Kornaten
sind die größte und
dichteste Inselansammlung im
Adriatischen Meer. Sie
umfasst 147 Inseln,
Inselchen und Riffe. U.a.
die Inseln Dugi otok im
Nordwesten, Zirje im
Südosten sowie Pasman,
Vrgada und Murter im Norden.
Ihren Namen bekam die
Inselgruppe nach der größten
Insel Kornat. Auf
südwestlicher, zur offenen
See gekehrten Seite sind die
Küsten sehr steil
(Steilwände); die höchsten
Kliffe findet man auf
Klobucar, Mana u.a. Da die
Kornaten aus Kalkstein
bestehen, gibt es hier weder
Quellen noch sonstige
Wasserläufe. In einigen
Karstdepressionen, mit
abgelagerter Roterde, hält
sich das Wasser den Großteil
des Jahres über. Brackwasser
tritt an etwa 40 Stellen
(Höhlen) zutage. Regenwasser
wird in Zisternen gesammelt.
Infolge von ungünstig
verteilten
Niederschlagsmengen und
Temperaturschwankungen in
der Vegetationszeit, sowie
wegen der
Kalksteingrundlage, sind die
Inseln spärlich bewachsen.
Es überwiegen die, für den
Karst typischen, kargen
Weideflächen. Nur auf der
Nordostseite der Insel
Kornat, bei der
Stativala-Bucht, trifft man
Steineichen an. |
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Auf
Roterdeablagerungen in
Tälern, in sanfter Hanglage
und an geschützten Buchten,
gedeihen Oliven, Feigen,
Weinreben und Südfrüchte.
Die Gewässer der
Kornati-Inseln sind heute
einer der reichsten
Fischgründe der Adria. 1980
wurden die Inseln zum
Nationalpark erklärt; heute
beträgt die Gesamtfläche des
Parks um 234 km2. Sitz der
Verwaltung ist in Murter.
Die Inseln
waren seit jeher im Besitz
von Bürgern aus Zadar. Ab
dem 16. Jh. wurden sie von
Venedig verwaltet und an
Familien aus Zadar in Pacht
gegeben. Die ältesten
archäologischen Funde auf
Kornat sind Reste
illyrischer Siedlungen und
Hügelgräber. Römische
Mauerreste findet man auf
der Anhöhe Toreta. Unterhalb
des Hügels, auf der
Südseite, sind Reste einer
altchristlichen Kirche mit
halbrunder Apsis zu sehen.
Innerhalb ihrer Grundmauern
entstand später eine, noch
erhaltene, kleinere Kirche.
Auf dem
Gipfel steht eine große und
viereckige, zu Beginn des
Mittelalters gebaute,
Festung. Auch auf dem
Inselchen Panitula sind
Reste eines, Turms zu sehen.
Auf Jadra steht eine Kirche
aus dem 16. Jh. Am letzten
Schöpfungstag wollte Gott
sein Werk krönen, und so
schuf er aus Tränen, Sternen
und Atem die Kornaten”,
schrieb George Bernard Shaw.
Die herrliche Natur, die
vielen kleinen und großen
Inseln (im Volksmund heißt
es: “für jeden Tag im Jahr
eine Insel”), das wunderbare
Meer - all das macht die
Kornati-Inseln zu einem
beliebten Ziel von
Ausflüglern und Nautikern.
Die Inseln bieten eine Fülle
an für den Karst typischen
Naturphänomenen: Grotten,
Höhlen und Karren, und
bilden den Lebensraum vieler
Vogelarten. Die
Kornati-Inseln sind der
ideale Ort für all jene, die
am Baden im sauberen und
klaren Meer Freude haben;
Ruhe und Abgeschiedenheit
schätzen. |